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Samichlaus-Treffen
3. Dezember 2006
Wer wird wohl zum Treffen bei der Waldweiherhütte erscheinen?
Der Osterhase oder der Samichlaus? Bei dem ungewöhnlich warmen
Wetter ist diese Frage gar nicht so unberechtigt!
Kurz
nach Mittag beginnen Mitglieder des Dorfvereins Gattikon den Platz
und das Feuer für den Anlass vorzubereiten. Schon vor drei
Uhr finden sich die ersten Besucher auf dem Platz ein, jedermann
geniesst den herrlichen Tag und den Sonnenschein. Etwas zu lange
dauert es, bis der erste Kessel mit Glühwein bereit steht,
der "Koch" hat die Heizleistung des Feuers überschätzt.
Doch noch bevor der Samichlaus eintrifft, ist der erste Sud bereit
und es duftet verführerisch nach dem gewürzten Getränk.
Für die Kinder gibt's Apfel- oder Orangenpunch.
Der Samichlaus kommt, wie gewohnt für Gattikon nicht mit
Esel, nein, ein edles, weisses Pony mit kunstvoll geknüpfter
Mähne hilft ihm, den mit Nüssen, Mandarinen und Schöggeli
gefüllten Sack zu transportieren. Schnell ist er von Kindern
und Erwachsenen umringt, in den Gesichtern der Kinder ist Bewunderung,
Scheu, vielleicht auch ein Bisschen Angst, aber besonders Freude
und Erwartung zu erkennen. Viele tragen mit
leuchtenden Augen ihr Verslein vor und nehmen gerne die Mütze
vom Kopf, um sie vom Samichlaus mit den Gaben füllen zu lassen.
Der arme Samichlaus! Viel zu warm hat er sich angezogen, obwohl
er sich's nicht anmerken lässt, muss er wohl in seinem Mantel
mit Kapuze und hinter seinem dichten Bart leiden! Erst als die
Sonne hinter den Bäumen verschwindet, wird es merklich kühler,
ja sogar richtig kalt, wer sich eine Wurst mitgenommen hat, geniesst
sie ab dem Grill nun doppelt!
Der Samichlaus verabschiedet sich, er hat ja in diesen Tagen noch
viel zu tun! Bis die letzten Leute den Platz mit dem wärmenden
Feuer verlassen, dauert es noch längere Zeit, erst nach Einbruch
der Dunkelheit wird der Platz vom Dorfverein aufgeräumt und
auch die Helfer machen sich auf den Heimweg.
Werner
H. Schoch
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