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Gattikoner Stamm
7. September 2006
Hochspannungsleitungen in Gattikon
verschwinden sie?
Auf den Tag genau sind es viereinhalb
Jahre her, seit am Gattikoner Stamm vom 7. März 2002
über die neue Linienführung der Hochspannungsleitungen
NOK/EWZ in Gattikon orientiert wurde. Der Bericht auf unserer
Homepage endete damals mit der Feststellung:
"Die
neue Hochspannungsleitung führt nun von Obfelden über
den Albis ins Rengg Langnau und weiter in den Pumpispitz Schweikrüti.
Von da an wird sie kombiniert mit der EWZ-Leitung und in einem
gemeinsamen Trassee über den Wald am Gstaldenrain zur Gattiker
Höchi, dann zur Autobahn und ihr entlang zum Unterwerk geführt.
Die neue Linienführung entspricht der letzten Gesetzgebung
und den letzten Verordnungen des Bundes. Seitens des Gattikoner
Stamms ist man mit der jetzigen Variante zufrieden."
Nach dieser langen Zeit war es
angebracht, durch Informationen aus erster Hand den neuesten Stand
der Sache zu erfahren. Einmal mehr orientierte Herr Helmut Strub,
Abteilungsleiter Leitungsbau von der NOK, fachlich kompetent über
das Thema.
Aufschlussreich waren die technischen Daten, die zu erfahren waren.
Haben Sie gewusst, dass für eine Leitung in der Luft mit
einem Querschnitt von 600mm2
zwei Kabel im Boden von je 800mm2 nötig sind? Und dass sich
die Leitungen auf bis zu 80° C erwärmen können?
Fakten waren zu erfahren, über das Thema, ob nichtionisierende
Strahlung eine Gefahr bedeute oder, weil man die Auswirkungen
bis zu einer nicht bekannten Stärke nicht kennt, verharmlost
werden dürften, darüber konnte und wollte Herr Strub
nicht diskutieren.
Mit grosser Geduld versuchte er dem Gattiker Stamm zu erläutern,
weshalb seit den Begehungen von 1985-86 noch keine konkreten Ergebnisse
vorliegen. Natürlich liegt es nicht in der Kompetenz der
NOK zu bestimmen, wann welche Behörde wie entscheidet, es
ist nicht abzuschätzen, wie viele Rekurse eingereicht werden.
Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass wohl viel an Plänen
und Varianten vorliegt, Berichte geschrieben wurden, doch die
Leitungen ziehen noch immer über Gattikon hin, und sie werden
es wohl noch lange tun. Wie und vor allem wann es weitergeht,
weiss niemand, mit einem Hauch von Optimismus könnte man
vielleicht meinen: Was lange währt, wird endlich gut! Doch
wer wartet schon gerne unendlich lange darauf?.
Werner H. Schoch
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