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Samichlaus-Treffen (4.12.2005)
 

"Lueg, Samichlaus, ich bi na chli,
und scho mängmal es Luusmeitli gsi.
Aber weisch, ich chan au ganz e Liebi si,
drum, Samichlaus, gäll, chunnsch wieder
emal verbi!"
 
Flugblatt (41 kB)  
 


Samichlaus-Treffen
 
4. Dezember 2005
 
"Lueg, Samichlaus, ich bi na chli,
und scho mängmal es Luusmeitli gsi.
Aber weisch, ich chan au ganz e Liebi si,
drum, Samichlaus, gäll, chunnsch wieder emal verbi!"


Luusmeitli, Luusbuebe und Erwachsene warteten nicht vergebens, dank den guten Beziehungen zum Samichlaus hat der Dorfverein Gattikon auch dieses Jahr wieder das Samichlaus-Treffen am Thalwiler Waldweiher organisieren können.

Ein feuchter und kühler Tag ist dieser Sonntag. Zwar mag der Föhn den angesagten Regen noch zurück zu drängen, aber Tatsache bleibt, dass das im Wald liegende Holz nass, ja sehr nass ist. Doch für die bewährten Feuermänner des Dorfvereins ist das kein Problem. Schon von weitem ist am frühen Nachmittag Rauch bei der Hütte am Waldweiher zu sehen, doch bald ist die Hitze gross genug, dass selbst aus dem nassen Holz die Flammen züngeln. Und schon vor 15 Uhr ist das Feuer mehr als genügend gross, um im weiteren Umkreis Wärme zu spenden!

Kurz vor 15 Uhr ist der Platz noch beinahe leer, vereinzelt kommen meist mit Tannästen beladene Spaziergänger vorbei, die Organisatoren fragen sich, ob es wohl genügend Besucher geben wird? Die Bedenken sind unbegründet, kurze Zeit später ist der Platz von Kindern und Erwachsenen belebt — ob der Duft vom Glühwein die Leute angelockt hat? Bei einem Becher Glühwein — für die Kinder ist es Orangen-Punsch — bei Nüssli, Guetzli, Mandarinli und Schöggeli vertreibt man sich die Zeit, bis der Samichlaus kommen soll. Und tatsächlich, pünktlich um halb vier Uhr kommt der Samichlaus in seinem roten Mantel, mit weissem Pelz verziert und wallendem weissen Bart mit seinem Pony aus dem tiefen Wald. Auch das weisse Pony hat sich schön gemacht, es trägt eine rote Decke über sich.

Eine ganze Stunde lang sitzt der Samichlaus, umringt von Kindern und Erwachsenen, in der Nähe des Feuers, hört den Kindern zu, lässt sie erzählen und Sprüchlein aufsagen. Herrlich ist es, in den Kindergesichtern zu lesen, von Unbehagen, vielleicht ein wenig Angst, immer aber Erstaunen, Erwartung und Freude ist in den Augen zu lesen. Ganz besonders gelöst ist der Ausdruck, wenn der Samichlaus eine Handvoll Gaben aus seinem Sack schöpft und damit den Kindern die Mütze oder eine Tasche füllt!

Bis zum Einbruch der Dämmerung stehen Gattikoner und Passanten ums Feuer und geniessen den Anlass mit Glühwein, Beisammensein, Gesprächen und Zuhören.

Werner H. Schoch